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Elektronik-Probleme verhindern Erfolg in Budapest

[23.08.2010]

Erfahrung statt Pokale: Platz 4 bei der Formula Le Mans in Budapest

Technische Probleme wie bei praktisch allen Formula Le Mans Fahrzeugen verderben dem Boutsen Energy Racing Team das Rennwochenende am Hungaroring: An einem durchwachsenen Tag müssen Dominik Kraihamer & Co. am Ende sogar froh sein, mit Platz 4 noch ins Klassement zu rutschen. Ein Highlight dagegen waren die Topleistungen aller drei Fahrer und des gesamten Teams.

Nach zwei Podestplätzen in Folge bei den letzten beiden Läufen zur Le Mans Series waren Dominik Kraihamer und das Boutsen Energy Racing Team mit hohen Erwartungen nach Ungarn gekommen. Umso heftiger traf die motivierte Truppe die Erkenntnis, dass am Hungaroring erstmal gar nichts lief wie erhofft. Probleme mit dem Fuel Retainer, einer Art Schwamm im Tank des Formula Le Mans Boliden, der das herumschwappen des Benzins bei hohen Beschleunigungskräften dämpfen soll, verhinderte in den ersten beiden freien Trainings am Samstag jede Art der Setuparbeit. Stücke des Gewebes hatten sich im Treibstoff gelöst und den Ansaugtrakt des V8-Triebwerks verstopft.

Pannenserie bei FLM-Prototypen geht weiter

"Wir und fast alle anderen Fahrzeuge hatten das Problem schon beim letzten Rennen in Portugal, ohne es jedoch eingrenzen zu können", so Dodo, der wie seine Teamkollegen Nicolas de Crem und Bernhard Delhez mit hohem Leistungsverlust am Motor zu kämpfen hatte. "Teilweise hatte der Motor so wenig Power, dass wir bis ans Ende der Start-Ziel-Geraden nicht einmal den sechsten Gang einlegen konnten", berichtet Dominik, der bis zu seinem Renneinsatz am Sonntag keine einzige vernünftige Runde am ohnehin schwierigen Hungaroring gefahren war. Zu Beginn des dritten freien Trainings Samstagnacht läuft das Auto dann endlich nach Wunsch - bis massive Elektronikprobleme Dodo erneut stoppen.

Trotz mehrmaligem Tauschs der Getriebeelektronik und des Getriebekompressors durch die aufopfernd schraubenden Boutsen-Mannen kam der FLM-Bolide mit der Startnummer 45 das ganze restliche Wochenende nicht mehr ordentlich in Schwung: Nur Startplatz 6 in der Klasse der Forumla Le Mans für Nicolas de Crem. Auch im Rennen ging das Drama weiter: Nach Problemen der Führenden geht Nicolas zwischenzeitlich sogar in Führung. Endlich schien das Auto zu laufen, bis sich kurz nach dem ersten Nachtanken erneut die Getriebeprobleme meldeten. Drei Boxenaufenthalte, mit insgesamt nicht weniger als 36 (!!) Minuten Standzeit machten jede Hoffnung auf einen Spitzenplatz zunichte. Zwei Feindberührungen des in Topform fahrenden Bernhard Delhez waren schließlich nur noch das i-Tüpfelchen auf einem Rennen  zum ganz schnell wieder Vergessen. Mit Rekordrunde auf Kommando während seines abschließenden Doppelstints bei Dunkelheit rettete Dodo die schon verloren geglaubten Punkte - um gerade einmal zwei Runden! Aufgrund der langen Reparaturzeiten wäre das Team beinahe noch aus dem Klassement gerutscht.

Trotz Schwierigkeiten nehmen wir einiges Positives mit in die nächste Runde

Gefasst zog auch Dodo Kraihamer Bilanz: "Wir haben die FLM immer als langfristiges Aufbauprogramm für einen Aufstieg in die LMP1-Klasse gesehen. Heute haben wir zwar keine Pokale, dafür mit Sicherheit jede Menge Erfahrung gesammelt."
Zuverlässig wie immer: die Mechanik. Dies ist vor allem den unzähligen Öl-Analysen und der professionellen Vorgangsweise der Mechaniker-Crew von Boutsen Energy Racing zu verdanken .

Wir gehen mit viel positiver Erwartung in die nächste Runde und freuen uns auf das Abschlussrennen dieser Saison am 12. September in Silverstone!

Euer Team Phi Premium Oil


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