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Vergebliche Mühen: FLM 5. in Silverstone

[12.09.2010]

Kiesbett und Zeitstrafen statt Podiumsplatz zu Saisonende

Auch beim letzten Rennen der Le Mans Series vergangenen Sonntag in Silverstone ließ der Salzburger Langstreckenpilot Dominik Kraihamer sein großes fahrerisches Potenzial aufblitzen. Ein zählbares Resultat blieb ihm jedoch auch beim 1000-Kilometer-Rennen auf der englischen Traditionsstrecke verwehrt: Ein früher Reifenschaden seines Teamkollegen Nicolas de Crem sowie gleich zwei Zeitstrafen gegen das Team von Boutsen Energy Racing machten schon früh jede Hoffnung auf ein Spitzenresultat zunichte. Am Ende des Tages wurde es für das Fahrertrio Kraihamer-de Crem-Delhez nur der enttäuschende fünfte Platz. Trotz eines durchwachsenen Jahres kann man nach einer ersten vollen Saison in der Formular Le Mans aber dennoch eine positive Bilanz ziehen.

Wenn der Wurm drinnen ist, dann ordentlich - diesen Eindruck konnte man vom Auftritt des Formula Le Mans Boliden mit Österreich Bezug im legendären "Home of British Motor Racing" in Silverstone haben. Denn das Rennglück blieb dem Team abermal verwehrt. Im Training überzeugte Dominik Kraihamer mit gewohnt schnellen Runden. In der entscheidenden Qualifikationsrunde gelang es ihm dann aber nicht, seine guten Sektorzeiten zu einer perfekten Runde zu kombinieren. Resultat: der vierte Startplatz. "Ich habe es nicht geschafft, eine freie Runde ohne Verkehr zu drehen", so Dodo danach. "Das hat auch mit Erfahrung zu tun, ich nehme das auf meine Kappe." Immerhin: Nach der langen Serie von Defekten während der gesamten Saison hielt der Formula Le Mans-Bolide des Boutsen Energy Teams an diesem Wochenende durch.


Der Formula Le Mans-Prototyp zeigte sich standfest - das Rennglück blieb allerdings aus

Doch auch das half nichts. Während der chaotischen Anfangsphase kam Startfahrer Nicolas de Crem vom vierten auf den zweiten Platz nach vorne - ließ sich im harten Zweikampf dann jedoch in einen Dreher zwingen, der einen schleichenden Reifenschaden zur Folge hatte. Das Resultat: Nur wenige Runden später steckte er wieder im Kiesbett, und diesmal nachhaltig. Als ihn die Streckenposten endlich wieder befreit hatten, waren nicht weniger als 10 Runden vergangen - und das Rennen endgültig gelaufen. Eine Stop-and-Go-Strafe sowie eine zusätzliche 3-Minuten-Penalty wegen unerlaubten Überfahrens der Streckenbegrenzung waren da nur noch die Draufgabe.

Tolle Rundenzeiten im letzten Doppelstint trotz aussichtsloser Situation

Nachdem Teamkollege Bernhard Delhez das Auto an 'Dodo' übergeben hatte, der wie gewohnt den Doppelstint am Rennende übernahm, lag Boutsen Energy Racing bereits 12 Runden hinter den Führenden. "Ich bin trotz der aussichtslosen Situation voll auf Angriff gefahren und habe versucht, mein Bestes zu geben", so Dodo, der sich von Runde zu Runde steigerte und kurz vor Rennende sogar konstant schneller als im Qualifying fuhr. Mit seinem furiosen Endspurt holte sich der junge Mattseer vier der 12 Runden Rückstand wieder zurück - mehr war an diesem Tag nicht mehr drinnen.

Resümee nach der ersten Saison von PHI OIL im Langstrecken-Spitzensmotorport

Für PHI OIL waren dieersten Erfahrungen in der Le Mans Series - der Königsklasse des Langstrecken-Motorsports - interessant, aufschlussreich und spannend. Die extreme Geschwindigkeit, in der sich die Ereignisse in dieser Disziplin überschlagen ist faszinieren. Man kann über Stunden hinweg in Führung liegen und fällt dann doch noch zurück, sei es wegen eines defekten Scheinwerfers, einer verrückt spielenden Elektronik oder wegen zuviel "Körperkontakt" mit den roten Ferraris
.

Hohe mechanische Standfestigkeit als Ergebnis einer perfekten Schmierstoff-Arbeit

Eines haben wir aber festgestellt: die Le Mans Series war in diesem Jahr die perfekte Platform, um unsere Arbeits-Methoden weiter zu entwickeln und die Leistungsfähigkeit unserer Produkte unter Beweis zu stellen.

Wir erinnern uns noch gut an das erste Getriebe im FLM, welches uns regelrecht "um die Ohren geflogen" ist. Umso mehr sind wir stolz darauf, dass wir nach einigen Testkilometern, und etlichen Öl-Analysen sehr schnell die richtigen Produkte für diesen Hochleistungsrennwagen gefunden haben und eine hervorragende mechanische Stabilität erzielen konnten. Die weiteren Analysen zeigten, dass sowohl Motor als auch Getriebe nach jeder vollen Renndistanz in ausgezeichnetem Zustand waren und sich die Verschleißwerte auf ein Minimum reduziert haben.

Für uns ist es nun an der Zeit, uns über die technischen Herausforderungen der nächsten Saison Gedanken zu machen, frei nach dem Motto: "Mit der Aufgabe wachsen."


Euer PHI OIL Team



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